Online Versicherungsmakler - Next Generation Insurances - Münster
Unfall-Klassiker

Gesetzliche Unfallversicherung muss keine Leistung bei Mobbing erbringen

Gesetzliche Unfallversicherung muss keine Leistung bei Mobbing erbringenDas hessische Landessozialgericht in Darmstadt hat vor kurzer Zeit einen für die gesetzliche Unfallversicherung durchaus wichtigen Beschluss gefasst (Az.: L 3 U 199/11). Es ging um das Thema Mobbing am Arbeitsplatz und im Ergebnis sagt der gefasste Beschluss aus, dass Gesundheitsprobleme, die aufgrund von Mobbing entstehen, nicht als Arbeitsunfall und nicht als Berufskrankheit anzuerkennen sind. Aufgrund dieser Tatsache können Arbeitnehmer keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung erwarten, falls Sie gesundheitliche Probleme infolge eines Mobbings am Arbeitsplatz bekommen. In dem Gericht vorliegenden Fall war eine Frau Gegenstand der Verhandlung, die infolge von sehr negativen Gerüchten, die am Arbeitsplatz über sie verbreitet wurden, psychische Probleme bekam. Die Probleme äußerten sich vor allem in einem verringerten Antrieb sowie in einer negativen Stimmungslage. Aber auch Konzentrationsprobleme sowie verschiedene physische Symptome waren die Folge des Mobbings. Obwohl der behandelnde Psychologe die Gesundheitsprobleme bestätigte, lehnte das Sozialgericht den Antrag auf Leistung aus der gesetzlichen Unfallkasse ab. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass Mobbing in jedem Beruf und auch im privaten Bereich gleichermaßen vorkommen kann, sodass negative Folgen des Mobbings nicht als Berufskrankheit und auch nicht als Arbeitsunfall zu werten sind. Ob hingegen eine Absicherung über eine private Unfallversicherung möglich ist, kann in einem Gespräch mit einem unabhängigen Berater klären.

Neue Berufskrankheiten in der gesetzlichen Unfallversicherung

Neue Berufskrankheiten in der gesetzlichen Unfallversicherung

Statistisch betrachtet gibt es immer mehr Verbraucher in Deutschland, die an Berufskrankheiten leiden und als Folge davon mitunter sogar erwerbsunfähig werden. Eine positive Änderung besteht ab 2015 darin, dass es jetzt offiziell vier neue Berufskrankheiten gibt, bei denen der Betroffene eine Leistung aus der gesetzlichen Unfall- und vielleicht sogar aus der Erwerbsunfähigkeitsversicherung erwarten kann.

Die erste Berufskrankheit, die neue unter der Nummer 1319 in den Katalog aufgenommen wurde, ist das sogenannte Larynxarzinom. Dieses entsteht vor allem durch langjährige und intensive Exposition gegenüber schwefelsäurehaltigen Aerosolen. Eine weitere Erkrankung, die ebenfalls als Berufskrankheit aufgenommen wurde, ist das den meisten Personen bereits bekannte Carpaltunnel-Syndrom. Diese Berufserkrankung wurde unter der BK-Nr. 2113 aufgenommen.

Unter der BK-Nummer 2114 wurde nun auch eine Gefäßschädigung der Hand, die durch eine relativ heftige Stoßeinwirkung erfolgt ist, in den Leistungskatalog aufgenommen. Das Gleiche gilt für das Plattenepithelkarzinom und auch multiple aktinische Keratosen der Haut, die durch die ganz natürliche Strahlung der Sonne entstehen, sind nun versicherungsmäßig unter der BK-Nr. 5103 abgedeckt. Die bisherigen Berufskrankheiten, die ohnehin schon zum Bezug von Leistungen berechtigten, bleiben in der Form bestehen, sodass es insgesamt eine Verbesserung für Versicherte gibt.


Unfall aufgrund Ablenkung durch Navi: Versicherer muss nicht immer zahlen

Unfall aufgrund Ablenkung durch Navi: Versicherer muss nicht immer zahlenSchon seit vielen Jahren nutzen immer mehr Autofahrer die Vorteile, die ein Navigationsgerät (kurz Navi) mit sich bringt. Es handelt sich aber nicht nur um nützliche Helfer, sondern indirekt können die Navis auch zu einem Unfall führen, falls der Autofahrer beispielsweise durch die Bedienung des Gerätes abgelenkt wurde.In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Versicherung in solchen Fällen für den Schaden aufkommen muss. Grundsätzlich ist es so, dass sich der Autofahrer während der Fahrt nicht bewusst ablenken lassen darf, was unter anderem auch für die Bedienung des Navigationsgerätes gilt. Doch nicht immer kann der Versicherer sich in solchen Fällen von seiner Leistungspflicht freisprechen, sondern es kommt in erster Linie darauf an, ob es sich um grobe Fahrlässigkeit seitens des Versicherten gehandelt hat oder nicht. Wird der reine Blick aufs Navigationsgerät beispielsweise oft als grob fahrlässig eingestuft, so hat die Kaskoversicherung durchaus das Recht, die Leistungen zu kürzen.Es gibt allerdings auch Gerichte, die etwas anderer Auffassung sind, wie zum Beispiel das Landgericht Osnabrück. Das Landgericht entschied in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen 1 O 785/13) beispielsweise so, dass ein flüchtiger Blick auf das Navigationsgerät nicht zu einer groben Fahrlässigkeit führt. Im verhandelten Fall warf der Fahrer eines Pkws aufgrund einer Sprachansage des Navis nur kurz einen Blick darauf und war während dieser wenigen Sekunden von der Fahrbahn abgekommen, was zu einem Sachschaden von etwa 15.000 Euro führte. Da es sich dabei um einen Mietwagen handelte, forderte das Mietwagenunternehmen im Prozess die Hälfte des Schadensbetrages. Das Landgericht kam jedoch zu dem Ergebnis, dass es sich beim Verhalten des Autofahrers nicht um grobe Fahrlässigkeit gehandelt habe.

 
Schließen
loading

Video wird geladen...