Krankenkassenbeiträge für die gesetzliche Kasse oder private Krankenversicherung nicht gezahlt?

Die Krankenkassenbeiträge in der gesetzlichen Krankenkasse steigen heimlich jedes Jahr und werden vom Lohn als Sozialabgaben von Ihrer Personalabteilung abgezogen. Studenten, Erwerbslose und Selbstständige erkennen die Steigerung meist früher, da diese die Beiträge direkt vom Konto abgezogen bekommen.

Privat Versicherte werden meist zum Jahreswechsel von Ihrem Glück überrascht, weil die Beiträge immer direkt vom Konto abgebucht werden und eine Erhöhung ersichtlicher ist. Die Gegenüberstellung zur GKV sieht zu dem Zeitpunkt dann auch keiner mehr. Sei ja alles Beitragsfrei, günstiger und Umlagefinanziert… Vorsicht! Es ist nachweislich über die letzten 40 Jahre ein Beitragsanstieg von 6 % in der GKV und „nur“ 4 % in der PKV festzuhalten. Demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt, 0,00% Zinsmarkt und weitere Faktoren spielen globale Faktoren in unserem privaten Portmonee. Gerne stellen wir Ihnen diese Punkte in einem persönlichen Beratungsgespräch näher dar!

Zur Beitragsanpassung haben Sie noch ein riesen Katalog an Möglichkeiten, wie zum Beispiel Tarifwechsel, Selbstbehalte, Leistungskürzungen, Basistarife, Standarttarife (= GKV). Ein gesetzlich Versicherter muss leider einfach nur feststellen, dass die Gesetzgebung wieder neue Töpfe anzapfen will und damit den Beitragszahler trifft, der bereits abgekoppelt vom Arbeitgeber Zusatzbeiträge zahlt und die Beitragsbemessungsgrenzen Jahr für Jahr nach oben schießen.

Wir sind in diesem Themenfeld spezialisiert und freuen Ihnen in einem kurzen Beratungsgespräch bereits zu helfen.

Wichtigste Fakten zum aktuellen Stand

137.000 Personen in Deutschland haben keinen oder nur abgespeckten Krankenversicherungsschutz. Bei den Privaten sieht es nicht anders aus, da es hier Rund 140.000 Versicherte sind.

Möglichkeiten der gesetzlich Versicherten

Die Krankenkassen schalten zur Beitragseintreibung die Hauptzollämter ein, doch sind auch diese bemüht erst einmal eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Folgen und Schuldenspirale

Nach zwei Monaten muss bei nicht Zahlung mit Säumniszuschlägen von 5 % gerechnet werden. Schlimmstenfalls kommt es durch die Nichtzahlung zu Pfändungen und Zwangsvollstreckungen.

Tipp: Nichtzahler sollten auf Ihre Krankenkasse zugehen und mit diesen einen Kompromiss aushandeln. Die gesetzlich festgeschrieben Versicherungspflicht weckt das Interesse der Sozialversicherungen eine Einigung zu erzielen und Sie aus dem Beitragssumpf zu ziehen.

Leistungskürzungen – Notfallversorgung

Akutversorgung in Fällen von Schmerzen und Unfällen ist immer gewährleistet, doch absolut kein Anlass die wichtigste Versicherung, Baustein des sozialen Lebens oder Grundabsicherung nicht schnellst möglich zu bezahlen:

  • Beispiel – Hüftprobleme
  • Wer starke Probleme mit seinen Hüftgelenken hat, der bekommt natürlich entsprechende Schmerzmittel von der Kasse gezahlt. Aber die benötigte Hilfe eines künstlichen Hüftgelenks oder Krankengymnastik für eine nachhaltige Lösung des Schmerzes wird bei ausstehenden Beiträgen nicht gezahlt.
  • Beispiel – Zahnbehandlungen Ganz wichtig für Schwangere: Alles rund um Schwangerschaften und Geburten wird von der GKV übernommen! Das Privileg Krankenversichert zu sein, ist ein großes, da Sie eine riesen Auswahl an Möglichkeiten haben, um den Beitrag für Ihre Krankenversicherung zu senken:
  •  
  • Was ist wenn ich meinen Privaten Krankenversicherungsbeitrag nicht gezahlt habe?
  •  
  • Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass medizinische Versorgung in Notfällen, bei Schmerzen hilft.
  • Eine neue Krone muss her, weil Ihre Wurzel offen liegt und jeder bissen schmerzt. Dann erhalten Sie natürlich Schmerzmittel zur Linderung, doch eine Operation wird hier nicht übernommen und fordert weitere Beitragsschulden, die die Spirale aufklaffen lassen.
  • Stundung vereinbaren
  • Selbstbeteiligung erhöhen
  • Leistungen kürzen
    • 1-Bett auf 2-Bett oder Mehrbettzimmer
    • Chefarztbehandlung
    • Ambulant Minderung
    • Dental von 90% auf 60%
    • KHT Kürzungen
    • KT Minderungen
    • Pflege-Aussetzung
  • Tarifwechsel
    • Tarifwelt-Wechsel
    • Basistarif (vor 2009 Versicherte)
    • Standardtarif (nach 2009 Versicherte)

Nichts desto trotz wird der Gläubiger die Schulden einklagen und Vollstreckungsmaßnahmen (Pfändungen) bestreben. Werden mehrere Monatsbeiträge nicht gezahlt, werden Sie überdies in den einheitlichen „Notlagentarif“ aller privaten Krankenversicherer gestuft.

Durch Nichtzahlung in den Notlagentarif für Schuldner?

Zahlen Sie Ihre Beiträge nicht, so kann der Versicherer nach zwei Monaten mahnen. Hier umfasst der Säumniszuschlag 1 % des Beitragsrückstandes mit zusätzlich veranschlagten Mahnkosten. Begleichen Sie die Schuld nach zwei Monaten nach der ersten Mahnung immer noch nicht, so erhalten Sie eine zweite Mahnung. Diese wird und muss den Hinweis auf Stilllegung oder Ruhend umfassen, wenn Sie innerhalb des nächsten Monats die Beiträge nicht tilgen. Schulden Sie nach diesen Fristen noch immer mehr als einen Monatsbeitrag, sind Sie im Notlagentarif angelangt.

Was ist der Notlagentarif?

Der Notlagentarif ist ein einheitlicher Tarif in der gesamten Branche standardisiert mit stark verkürzten Leistungen. Auch kann vom Versicherer verlangt werden, dass Zusatzabsicherungen ruhen müssen. Die Versicherten Krankenkarte des Privatversicherten ist unverzüglich (14 Tage) an den Versicherer auszuhändigen.

Sofern alle Salden der Versicherungsbeiträge, Säumniszuschläge und Mahnkosten bezahlt sind, werden Sie automatisch wieder in Ihren alten Tarif zurückgestuft, welchen wir auf Ihre neuen Bedürfnisse anpassen sollten.

Ausnahmen ‚Hilfebedürftigkeit‘:

Dieser Tarif ist für Menschen, die vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten aufweisen. Hilfebedürftige im Sinne des Sozialrechts bleiben im Basistarif (Grundabsicherung wie GKV) versichert, da diese einen staatlichen Zuschuss zu dem Versicherungsbeitrag erhalten.

Wie bin ich im Notlagentarif versichert?

Akute Erkrankungen, Schmerzzustände, Schwangerschaften und Mutterschaft sind wie in der gesetzlichen Krankenversicherung für Nicht-Zahler versichert, aber stark eingeschränkt. Ein erheblicher Leistungseinschnitt, der jedes Fundament ins bodenlose einreißen lässt.

Kindern und Jugendliche bekommen medizinisch notwendiger Heilbehandlungen und resultierende Kosten wegen Krankheiten oder Unfallfolgen, Schutzimpfungen und Präventivuntersuchungen erstattet. Der Versicherungsumfang ist jedoch bei allen Versicherten und Versicherern gleich! Für einen genaueren Blick lohnt sich der Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für den Notlagentarif des PKV-Verbandes.

Wie ist der Beitrag im Notlagentarif?

Die Kalkulation des Beitrages für diesen Tarif übernimmt das PKV-Unternehmen selbst. Parameter sind hier:

  • Versichertenbestand
  • Gebildete Alterungsrückstellung (Aufzehrung)
  • Säumniszuschläge
  • MahnkostenAbschließend ist nur noch zu sagen, dass der Notlagentarif arbeitgeberzuschussfähig ist, wodurch sich der Beitrag verringert, aber die Notwendigkeit zur Tilgung noch größer wird.Zögern Sie nicht länger und lassen sich helfen.
  •  
  •  

Zusatzbeiträge der Gesetzlichen steigen

Zusatzbeiträge der Gesetzlichen steigen

Zum Jahresende erhielten viele gesetzlich Krankenversicherte schlechte Nachrichten. Der Beitrag ihrer Krankenkasse soll steigt. Auslöser ist der Zusatzbeitrag, den die Kasse kassieren darf. Zur Erinnerung: Seit 2015 herrscht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wieder Beitragsautonomie. Der allgemeine Beitragssatz beträgt einheitlich 14,6 Prozent und wird jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und Kassenmitglied finanziert. Je nach Finanzlage kann die Kasse aber einen individuellen Zusatzbeitrag erheben, den ausschließlich der Versicherte zahlt. Arbeitgeber beteiligen sich nicht. 2015 betrug dieser Zusatzbeitrag zwischen 0,0 und 1,3 Prozent-Punkte.
Damit kommen einige Krankenkassen nicht mehr aus, nicht zuletzt, weil ihnen der Gesetzgeber Leistungsverbesserungen vorschreibt. Der Zusatzbeitrag steigt. Untersuchungen zufolge beträgt er 2016 zwischen 0,0 und 1,5 Prozent. Für Gutverdiener macht das einen Beitragsunterschied von bis zu 63 Euro aus – und das Monat für Monat. Steigt der Beitrag, können Versicherte zu einer günstigeren Kasse wechseln. Wer weniger als 18 Monate bei seiner Krankenkasse ist, muss bis Ende Januar 2016 kündigen. Alle anderen haben jederzeit ein Kündigungsrecht. Aber Vorsicht: Nicht nur der Beitrag zählt. Mittlerweile unterscheiden sich auch die Leistungen, so zum Beispiel bei Naturheilverfahren, professioneller Zahnreinigung, Bonusprogrammen oder Leistungen für Kinder. Vergleichen lohnt sich.
Arbeitnehmer mit Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze (2016 sind das 56.250 Euro jährlich) können sich für eine private Krankenversicherung entscheiden. Ob sich das rechnet, entscheidet sich unter anderem je nach Familienstand, der weiteren Lebensplanung und der Gesundheit. Fachkundige Beratung ist in jedem Fall unerlässlich.


 
Schließen
loading

Video wird geladen...