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Pflegestärkungsgesetz PSG II

Pflegestärkungsgesetz 2 - PSG II - 01.01.2017


Zu arm für Pflege?

Zu arm für Pflege?

Viele ältere Menschen können sich den Aufenthalt in einem Pflegeheim nicht leisten. Sie sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen – sei es durch Angehörige oder das Sozialamt. Wie eine aktuelle Untersuchung der Bertelmann Stiftung zeigt, übersteigt der Eigenanteil für Pflegestufe 3 in 44 Prozent aller Städte und Landkreise in Deutschland das Haushaltsbudget der über 80-Jährigen.

Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. Besonders teuer ist Pflege in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im Saarland sowie in den Stadtstaaten. In Münster reicht das Einkommen rechnerisch gerade einmal für 238 von 365 Tagen im Jahr. Günstiger ist das Verhältnis von Einkünften und Pflegekosten im Norden und Osten der Republik.

„Dahinter, dass in manchen Regionen die Menschen länger zuhause gepflegt werden, steckt … nicht immer eine freie Entscheidung, sondern eben auch häufig ökonomische Notwendigkeit“, heißt es in der Studie. Zudem mussten vier von zehn Pflegebedürftigen (41 Prozent) im Jahr 2013 zusätzlich Sozialhilfe beantragen. Wer weder auf Angehörige noch den Staat angewiesen sein will, sollte rechtzeitig vorsorgen.

Dafür gibt es verschiedene Lösungen. Will man sich nicht darauf verlassen, dass im Pflegefall ausreichend Kapital vorhanden ist, um die zusätzlichen Ausgaben zu bestreiten, ist eine Versicherung angebracht. Eine Pflegetagegeld-Versicherung zahlt für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit den vereinbarten Betrag, während eine Pflegekostenversicherung die tatsächlichen Kosten übernimmt. Abgerechnet wird direkt mit der Pflegeeinrichtung. Für Laienpflege, zum Beispiel durch Familie oder Nachbarn, gibt es keine Leistungen. Pflegerenten werden von Lebensversicherungen angeboten. Abhängig von Grad der Pflegebedürftigkeit zahlen sie eine monatliche Rente. Wie und für was er sie verwendet, entscheidet der oder die Versicherte. Allerdings wird ein Neuabschluss im nächsten Jahr teurer. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte deshalb nicht zu lange warten.


Kabinett beschließt Pflegestärkungsgesetz II

Kabinett beschließt Pflegestärkungsgesetz II

Die gesetzliche Pflegeversicherung steht vor Veränderungen. Anfang 2017 tritt das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft. Dann werden Leistungen unabhängig davon fällig, ob der Versicherte an Demenz leidet oder körperlich erkrankt ist. Das hat das Bundeskabinett Anfang August beschlossen. Nach der Sommerpause soll das Gesetz im Bundestag beraten werden. Eine Zustimmung des Bundesrates ist nicht erforderlich. 

Bislang richtet sich die monatliche Zahlung der gesetzlichen Pflegeversicherung nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Der wird in drei Pflegestufen sowie eine Basisstufe null eingeteilt. Je höher die Pflegestufe, umso mehr leistet die soziale Pflegeversicherung. Ab 2017 wird sich die Systematik daran orientieren, wie weit sich der Pflegebedürftige noch selbst versorgen kann und wie mobil er ist. Außerdem werden seine gedanklichen Fähigkeiten und eventuelle psychische Probleme berücksichtigt. An die Stelle der bisherigen Pflegestufen treten dann fünf Pflegegrade. 

Ein wesentliches Ziel der Reform ist, Demenzkranke besser zu stellen als in der Vergangenheit. Sie sind bislang oft leer ausgegangen. Experten gehen davon aus, dass nach der Reform im Vergleich zu heute 500.000 Versicherte mehr Anspruch auf Leistungen haben werden, statt jetzt 2,7 Millionen dann also 3,2 Millionen Menschen.

Auch nach der Pflegereform reichen die gesetzlichen Zahlungen im Ernstfall nicht aus. So schlägt allein der Platz in einem Pflegeheim schon heute mit rund 2.800 bis 4.000 Euro im Monat zu Buche. Private Vorsorge ist also weiterhin wichtig. Dazu bieten Krankenversicherungsunternehmen, aber auch Lebensversicherer passende Lösungen, sei es Pflegetagegeld, eine Pflegerente oder die Übernahme von Pflegekosten. Wie bei anderen privaten Versicherungen auch orientiert sich der Beitrag an den versicherten Leistungen, Alter und Gesundheitszustand. Deshalb gilt: Je jünger, umso günstiger der Beitrag.


Alter braucht Pflege

Alter braucht Pflege

Vor wenigen Wochen ist die älteste Deutsche gestorben. Sie wurde 112 Jahre alt. Auch wenn nur wenige dieses biblische Alter erreichen – hierzulande werden die Menschen immer älter. Was für den Einzelnen erfreulich ist, belastet die Sozialversicherungssysteme enorm. Versicherte erhalten ihre staatliche Altersrente über immer längere Zeiträume. So hat sich die Rentenbezugsdauer von Frauen zwischen 1960 und 2012 fast verdoppelt. Bei Männern stieg sie immerhin um knapp 60 Prozent. Die gesetzliche Pflegeversicherung steht wegen der alternden Bevölkerung ebenfalls vor immer größeren Herausforderungen. Schon jetzt beziehen in Deutschland rund 2,6 Millionen Menschen gesetzliche Pflegeleistungen. Im Jahr 2050 sollen es mehr als vier Millionen sein. 

Aber schon jetzt reicht die gesetzliche Pflegerente nicht zur Finanzierung aller zusätzlichen Aufwendungen im Pflegefall. So schlägt beispielsweise der Platz im Pflegeheim bei Pflegestufe III mit rund 3.400 Euro zu Buche. Die Pflegepflichtversicherung übernimmt davon nur knapp die Hälfte. Für den Rest sowie Extras muss der Pflegebedürftige selbst aufkommen. Ist er dazu nicht in der Lage, können auch nahe Angehörige herangezogen werden. 

Wer weder Angehörigen zur Last fallen noch Sozialleistungen beziehen will, sollte frühzeitig privat vorsorgen. Dafür bietet die Versicherungswirtschaft mehrere Lösungen an. Am bekanntesten sind Pflegetagegeld sowie die Pflegerentenversicherung. Für beide Formen gilt: Je früher ein Vertrag angeschlossen wird, umso niedriger ist der Beitrag. Das liegt auf der Hand, denn jüngere Antragstelle sind gesünder. Menschen jenseits der Fünfzig haben aber auch noch Chancen auf bezahlbaren Versicherungsschutz. Sie können ihren Vertrag zudem mit einer Einmalzahlung finanzieren und genießen dann lebenslang Versicherungsschutz. 


Pflege-Bahr als staatliche Förderung nutzen

Pflege-Bahr als staatliche Förderung nutzenDie Pflegesituation wird in Deutschland von vielen Experten schon jetzt als mangelhaft beschrieben und auch in Zukunft ist kaum mit einer Besserung zu rechnen. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist mittlerweile in den meisten Fällen nicht mehr ausreichend, sodass immer mehr Experten zum Abschluss einer ergänzenden privaten Pflegeversicherung raten. Auch der Staat möchte den Abschluss einer derartigen privaten Pflegeversicherung seit kurzer Zeit unterstützen. Diese Förderung ist unter dem Namen Pflege-Bahr bekannt geworden. Angelehnt an die schon seit vielen Jahren gezahlte Riester-Förderung wird der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung durch einen staatlichen Zuschuss von monatlich fünf Euro gefördert. Der Name Pflege-Bahr ist übrigens vom aktuellen FDP-Gesundheitsminister Bahr abgeleitet.Wer sich für eine private Pflegeversicherung entscheidet, der erhält unter bestimmten Voraussetzungen vom Staat einen monatlichen Beitragszuschuss von fünf Euro. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass der Verbraucher sich für eine Pflegetagegeld- und nicht für eine Pflegekostenversicherung entscheidet. Zudem ist es wichtig darauf zu achten, dass das vereinbarte Pflegetagegeld im Leistungsfall mindestens 20 Euro (pro Tag) beträgt. Darüber hinaus muss der Vertragsinhaber zehn Euro oder mehr an Beitrag zahlen, um den staatlichen Zuschuss zu erhalten. Ob die private Pflegeversicherung auch für Sie sinnvoll ist und worauf geachtet werden sollte, kann Ihnen ein unabhängiger Berater erläutern.

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