Bürgerversicherungen - Wa(h)lver-s-prechen und Kritik


Bürgerversicherung 4.0 - Allgemeine Vor- und Nachteile im Überblick

Wettbewerbsverlust, Monopolstellung des Staates, Leistungsverringerung, Arm-Reich-Spirale, etc. stehen hinter der "fairen Einheitsversicherung", die in vielen Parteiprogrammen als Allheilmittel umworben wird.

Der Kino-Film mit Bill Murray „Und täglich grüßt das Murmeltier…“ aus 1993 war ein echter Kassenschlager: Der Held erlebt denselben Tag immer und immer wieder.

Ähnlich wiederkehrend erleben wir, dass Politiker der Grünen, der SPD und der Linke in der Phase der Vorbereitung einer Bundestagswahl und eines eventuellen „Wahlsiegs“ das Thema der Bürgerversicherung seit gut 10 Jahren forcieren - seit gut 10 Jahren offensichtlich glücklos.

Die wesentlichen Merkmale der „Version 4.0“ der Bürgerversicherungs-Idee-Variante in 2017 eignen sich wunderbar, um die Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung im Gegenzug zur Bürgerversicherungs-Idee aufzuzeigen, welche den beihilfeberechtigten Politikern offensichtlich entgehen:
Die Beiträge steigen sukzessive ohne die Mitglied direkt über eine Erhöhung informieren zu müssen. Der Zusatzbeitrag ist hier noch nicht inbegriffen!

Bild: Softfair PKVLotse Stand 07.2017 (TÜV-Nord)

Mitglieder der GKV

Die Beitragsbemessungsgrenze für Angestellte, für Selbständige und Rentner soll von bisher 75% der Jahresarbeitsentgeltgrenze auf 100% der Jahresarbeitsentgeltgrenze erhöht werden:

Wahl-Versprechen zur Bürgerversicherung:

Höchstbeitrag GKV bei Einkommen > 4.800€ Brutto

Höchstbeitrag gesetzliche Pflicht-Pflege bei Einkommen > 4.800€ Brutto

Gesamtbeitrag mit Kindern

Gesamtbeitrag für Kinderlose

(sobald kein Kindergeld mehr fließt)

2017 (mtl.)

635,10€

110,92€-121,80€

746,02€

756,90€

Ab Start der „Bürgerversicherung“:

700,80€

122,40€-134,40€

823,20€

835,20€

 

Es wird teurer für alle Freiwillig- und Pflichtversicherten:

Angestellte, Selbständige und Rentner mit Verdienst/Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2017: 57.600 Euro), welche den Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse und Pflegekasse auf 13-14 Gehälter zahlen müssen, dies sind für gesetzliche Kranken- und Pflegeabsicherung in 2017 immerhin 746,02 Euro für Kassen-Leistungen zuzüglich Zusatzbeitrag der gesetzlichen.

 Nach Start der Bürgerversicherung erhöht sich der Monatsbeitrag für alle Personen mit monatlichem Einkommen > 4.800€ Brutto von 746,02€ auf 823,20€.

Unwiderruflich. Ohne Wettbewerb. Allheilwaffe als Politik-Instrument.

Ärztliche Vergütung

Ärzte sollen auf ihr Honorar verzichten. Im Namen der Bürgerversicherung sollen sämtliche spezialisierte Mediziner auf ihr bisher in Rechnung gestelltes Honorar verzichten und gesetzlich gezwungen werden, eine einheitliche Behandlung anzubieten. Hierzu wären diverse Änderungen der bundesdeutschen Verfassung erforderlich, so dass Insider die Umsetzung dieser speziellen Bürgerversicherungs-Idee nicht vor Ablauf von frühestens ca. 10 - 20 Jahren in Aussicht stellen, sollte die Bürgerversicherungs – Fraktion auch weiterhin turnusmässig alle 4 Jahre erfolgreich gewählt werden.
Spezialisierung in Deutschland soll nicht mehr lohnenswert sein, somit werden die gut ausgebildeten Spitzenkräfte in alle Länder neben Deutschland, Frankreich und Österreich auswandern, um wieder Honorare nehmen zu dürfen.

Beihilfe X

Alle Beamten, Beamten-Frauen und Kinder erhalten keine Beihilfe mehr. Sondern Bürgerversicherung zum universal Beitrag:

1. Dies werden sich die Beamten-Bund-Organe sehr sicher nicht gefallen lassen, denn es handelt sich um erworbene gesetzliche Rechte mit lebenslangem Besitzstand. Insider erwarten keine Umsetzung dieser Bügerversicherungs – Idee sondern jahrezehntelange Gerichtsstreitigkeiten um diese verfassungsrechtlich gesicherten Anrechte-bei zwischenzeitlich 4-jährig wiederkehrenden Bundestagswahlen mit offenem Ausgang.

2. Beihilfe ist keine „Versicherung“ sondern wird aus Töpfen bezahlt, die aus Steuer-Geldern aller Bürger gefüllt werden und dann an die Beamten und ihre Familien ausgezahlt werden. Hieraus erhält ein Beamter für sich und für seine Familie entweder 50%, 70% oder 80% aller Behandlungskosten als Privatpatient mit bevorzugter privatärztlicher Leistung erstattet. Dies gilt genauso für die Beamten-Pflicht-Pflegeversicherung. Nur den „Rest“ muss sich ein Beamter als Versicherungsschutz dazukaufen.
Die Finanzierbarkeit muss durch Streichungen von unseren schützenden, lehrenden und verteidigenden Mitmenschen geleistet werden?

Innovationsbremse

Die GKV- kassenunterschiedlichen Zusatzbeträge sollen entfallen. Sie waren vom Gesetzgeber eingeführt worden, um den Wettbewerb zwischen unterschiedlich erfolgreich wirtschaftenden gesetzlichen Krankenkassen zu stärken. Dieser Punkt kann jederzeit wahl-unabhängig und Bürgerversicherungs-unabhängig, wenn auch unter großem Protest der Arbeitgeberverbände gesetzlich durchgesetzt werden, sollte der politische Wille tatsächlich vorhanden sein.

Deutschlands solidester Wirtschaftszweig wird auf Grundlage von ins Amt gewählten Politikern gefährdet, welche ohne Fachwissen agieren.

Wa(h)lver-s-prechen

Der Arbeitgeberzuschuss zur Kranken- und Pflicht-Pflege-Versicherung soll hälftig genauso weiterwachsen, wie der Zuschuss von Arbeitnehmern zur Kranken- und Pflicht-Pflegeversicherung – paritätische Teilung. Auch dieser Punkt kann jederzeit wahl-unabhängig und Bürgerversicherungs-unabhängig gesetzlich durchgesetzt werden, sofern der Wille des Gesetzgebers hierzu vorhanden ist.

Wahlversprechen, wußte übrigens schon "Die Sendung mit der Maus"

verfasst von MI, 04.03.2008, 10:29

Eine Geschichte von Käpt'n Blaubär:

Da sein Kahn manövrierunfähig war, hat er einem Wal eine Flasche Lebertran versprochen, wenn er ihn abschleppt. Die Flasche hatte er zwar nicht, aber Hauptsache der Wal schleppt ihn ab. Der war natürlich hinterher etwas sauer. Die Enkel fragten sodann, ob das nicht ein bißchen gemein wäre, dem Wal etwas zu versprechen, das man gar nicht halten kann. Daraufhin sagte der alte Käpt'n:

"Das macht nichts. Denn das war ja ein Walver-s-prechen. Die muß man nicht halten".

PKV'n sind der wichtigste Grundpfeiler

Versicherte sollen zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung völlig unabhängig vom beruflichen Status und vom Einkommen wählen können.

Hier sprechen alle Vorteile für die Aus-Wahl einer privaten Krankenversicherung: Denn während die gesetzlichen Krankenkassen-Systeme und Pflicht-Pflegekassen-Systeme überhaupt keine Vorkehrungen gegen die Gefahren des demografischen Wandels getroffen haben und alle Kostensteigerungen ungebremst per Umlageverfahren an alle Mitglieder in Form von Beitragssteigerungen weitergeben müssen, haben die privaten Versicherer mit dem System der Kapital-Deckung eine Lösung für privat Versicherte.

Demografischer Wandel, Umlageverfahren, keine Gesundheitsprüfung, Zusatzbeiträge, etc. zeigen das Privileg der PKV, aber auch das wichtige Wettbewerbssystem, um die Krankenkassen dauerhaft an Ihre gesetzlichen Maßstäben zu messen

Zusätzlich – und im Gegensatz zur gesetzlichen Kranken-/Pflegekasse – bieten die Privaten Unternehmen bei allerfeinstem Versicherungsschutz als Privatpatient

  • Mindestens 2,5% -4,1%Verzinsung der eingezahlten Beiträge (Stand 2017);
  • Möglichkeit zur individuellen Versicherung gegen hohe Beiträge im Alter, wenn gewünscht als Einmal - Einzahlung;
  • Hohe steuerliche Vergünstigung der PKV-Vollversicherung gegenüber dem Finanzamt;
  • Hoher Arbeitgeberzuschuss – auch für Beitrags-Entlastungs-Tarife;
  • Zuzahlung eines 10%igen Zuschlags zur Vermeidung von Beitragsanpassungen im Alter
  • Notlagen-Tarif bei finanziellen Engpässen
  • Branchentarife zu maximal dem gesetzlichen Höchstbeitrag
  • Tarifwechselrecht zu jedem nächsten Monatsersten

Das Umlagesystem der GKV muss jährlich vom Steuerzahler bezuschusst werden, wohingegen die privat Versicherten auf ein großes Polster im Alter zurückgreifen können, welches vertraglich durch keinen Politiker abgeschöpft werden kann!

Auch Rentner?

Von allen gesetzlich Versicherten sollen für Kapitaleinkünfte und Mieteinnahmen genauso in die Kranken- und Pflicht-Pflegekasse Beiträge gezahlt werden, zusätzlich zum Arbeitseinkommen. Diese Idee wird dazu führen, dass niemand mehr in der gesetzlichen Kasse aus „Einspar-Gründen“ verbleiben wird, wer die Chance hat, sich privat zu versichern.

Spezialist für Krankenversicherung >

Wer sollte sich bei so vielen überzeugenden Vorteilen nicht für die PKV-Vollversicherung entscheiden?

Alle Vorteile der privaten Krankenversicherung in einer Übersicht. Lassen Sie sich von NextGI Maklern beraten.

 


 
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